2019


 

Kultur-Tour des Landfrauenvereins.
10.08.2019. Kultur "erfahren" hieß es für eine Gruppe des LandFrauenvereins Gronau und Umgebung, als sie sich mit Fahrrädern und PKW auf den Weg machten, die Ortschaften Heinum, Rheden, Wallenstedt und Brüggen zu erforschen. Auch kulinarische Überraschungen warteten auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, denn man musste sich ja stärken für die ungewohnte Art der Tour de Flur. Bei herrlichem Sonnenschein erwartete Ingrid Rode die Gesellschaft in ihrem idyllisch gelegenen Garten in Heinum mit Snacks, Brot und Getränken. Die zur "Kosmas- und Damian-Kirche" in Rheden gehörende Kapelle war dann das Ziel, wo Ingrid Rode den Anwesenden die Bedeutung der sogenannten Totentafeln erläuterte. Seit dem Mittelalter gab es in katholischen und protestantischen Gegenden den Brauch, dass Freunde oder Verwandte für unverheiratet gestorbene Personen eine Totenkrone herstellten oder anfertigen ließen. Diese wurde dem Leichnam auf den Kopf gesetzt, auf den Sarg gelegt oder im Trauerzug mitgetragen. Die Materialien waren sehr unterschiedlich, wobei das Vermögen des Stifters eine Rolle spielte. Bei den in Heinum erhaltenen Kronen wurde Myrte verwendet, wie man aus der einzigen erhaltenen Krone ersehen kann. Die erhaltenen Totentafeln stammen aus der Zeit, als Georg Weinhagen in Rheden Pastor war. Als das junge Ehepaar Windel für ihr verstorbenes einjähriges Töchterchen Justina 1829 die erste der erhaltenen Totentafel stiftete, hat Pastor Weinhagen dies offensichtlich unterstützt. Der Wettergott war weiter auf der Seite der Landfrauen als sie die Tour fortsetzten und unterhalb des Hörzens, vorbei an der Riedemühle nach Wallenstedt auf den Hof von Jörg Brunotte fuhren. Dort wurden sie von Irmi Schaper und Helferinnen schon erwartet. Nachdem der wunderschön gestaltete Garten von Sabine Zimmermann begutachtet war, schmeckte die vorbereitete köstliche Suppe schon wieder. Nun auf nach Rheden wo Gräfin Dohna die Gruppe unterhalb des Golfhotels begrüßte und die Führung durch den Park übernahm. Es ging über den ehemaligen Tennisplatz hoch zu der Grabstelle der Familie von Rheden, wo ein kleiner, noch heller Grabstein den Namen des letzten Besitzers, Seband von Rheden trug, neben dem seiner Ehefrau Irmintraut Paula Friederike geb. Gräfin von der Schulenburg. Auch am ehemaligen Eiskeller der Besitzer des Schlosses kam die Gruppe vorbei. Gräfin Dohna wusste zu berichten, dass dort das im Winter geschossene Wild aufbewahrt wurde. Dazu wurde das Eis aus der gefrorenen Leine in den Park transportiert. Die Landfrauen fragten viel und wurden von der Gräfin ausführlich informiert. Es war für beide Seiten ein interessanter Spaziergang. Vom Verwalterhaus, dem jetzigen Zuhause der Familie zu Dohna, ging die Gruppe auf den Kirchplatz, wo der Türkenstein steht. Über seine Geschichte wusste die Vorsitzende Madeleine Drescher Bescheid. Der Türkenstein, ein schlichter Gedenkstein stand eigentlich an der Stelle, wo ein Vater zusammenbrach, als sein Sohn aus langjähriger Gefangenschaft zurückkehrte. Die Inschrift "A.v.R. 1564" steht für Antonius von Rheden. Sein Sohn Seband von Rheden hat mit 18 Jahren am Feldzug gegen die Türken in Ungarn teilgenommen. Er kam nach vielen Jahren im Krieg und in Gefangenschaft zurück in seine Heimat. Ein Erbuntertan aus Rheden wurde mit einer Bittschrift und 150 Goldgulden losgeschickt, traf ihn und erzählte, dass er auf dem Weg sei, um den Sohn seines Herrn auszulösen. Er erkannte Seband an einem Muttermal und machte sich mit ihm auf den Weg nach Rheden. Schon lange vor der Ankunft war der Vater zur Stelle. Als Seband den ergrauten Vater sah, sprang er vom Pferd und reichte ihm die Hand. Der Vater konnte vor Freude nicht reden. Er fing zu weinen an und sank in den Händen seines Sohnes tot zur Erde. An dieser Stelle wurde ein Gedenkstein an der Feldmarktsgrenze zu Brüggen aufgestellt. Nun steht er auf dem Kirchplatz vor der Kosmas-und Damiankirche in Rheden. Nach diesem anstrengenden Spaziergang gingen die Teilnehmerinnen auf den Hof Kreth und wurden dort von Magot Kreth mit einer kleinen Stärkung verwöhnt. Zur letzten Station nach Brüggen war es nun nicht mehr weit, man traf sich an der Kirche "Maria zu den sieben Bergen" und wurde dort von Rolf Ike begrüßt. Er wusste einiges über Brüggen, seine Kirche und Geschichte zu erzählen. Heimatpfleger Werner Sührig erklärte unterhalb der Kirche die Entstehung des Namens "Am Lee", ein Ort für viele Treffen der Dorfgemeinschaft. Im neuen Dorfgemeinschaftsraum in der ehemaligen Schule standen selbst gebackene Torten und frischer Kaffee. Ursula Kreibohm und einige Helferinnen hatten Tische und Stühle aufgestellt, mit frischen Rosen aus dem Garten von Frau Kreibohm geschmückt und hörten gemeinsam mit den Landfrauen den Berichten von Werner Sührig zu, der so einiges von Brüggen, vom Schloss und seinen Besitzern zu erzählen hatte. Diese "Tour de Flur" mit viel Kultur zeigte wieder einmal, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich für Kultur, für das Leben unserer Vorfahren und ihre Lebensart interessieren. Aber auch, dass es immer wieder dafür Menschen geben muss, die derartiges organisieren, planen und ausführen. An jeder Station gab es deshalb bei allen Helfern und Referenten Applaus und Dankesworte.

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Harmonie mit Feng Shui
Esbeck.April 2019. Wenig, aber sehr interessierte Landfrauen waren neugierig auf einen Garten nach Feng Shui angelegt. Die einhellige Meinung der Zuhörerinnen: "Wer heute nicht hier war, hat was verpasst!" Das bestätigte auch die Vorsitzende Madeleine Drescher, die sehr enttäuscht über die geringe Beteiligung an der Veranstaltung war. Ebenso erging es der Wirtin, Frau Karin Hennies, die wieder leckere Torten und belegte Brote aufgetischt hatte. Waren die Landfrauen in ihren eigenen Gärten bei dem herrlichen Sonnenschein oder beim Kaffeetrinken einer Freundin, man kann es nicht sagen, aber so ist es nun mal. Manchmal gibt es eben mehrere Veranstaltungen nebeneinander und dann muss sich jeder Prioritäten setzen. - Nach Bekanntmachungen und Kaffeetrinken kam dann die Referentin zu Wort. Hannelore Lemme, ehemalige Mitarbeiterin der Landwirtschaftskammer, hat ihren Garten nach den Prinzipien des Feng Shui angelegt - wie die Philosophie des Yin und Yang, der Fünf Elemente und der Acht Trigramme des Bagua. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Kräften Yin und Yang sorgen für Harmonie. Feng Shui bedeutet "Wind und Wasser". Die anwesenden Landfrauen erfuhren auch was über die "Formenschule der Himmlischen Tiere" - weißer Tiger, schwarze Schildkröte, grüner Drache, roter Phönix und gelbe Schlange. Sie sind die fünf mytischen Tiere der klassischen Formschule. Hannelore Lemme begleitete ihren Vortrag mit wunderschönen Fotos ihres Gartens und erklärte die einzelnen Stationen daraus. Nebenbei erzählte sie vom Anfang vor etwa 35 Jahren, als sie sich über Feng Shui informierte und es sich langsam zur Lebensaufgabe gemacht hat. Was sie in den vielen Jahren an Wissen angeeignet und in ihrem Garten umgesetzt hat, können die Landfrauen natürlich nicht nachvollziehen. Aber so einige Anregungen wurden schon am nächsten Tag in ihren Gärten in "Taten" praktiziert , d.h. Wasser in Zinkwannen, verziert mit leuchtenden blauen oder silbernen Kugeln, eine Schildkröte fand sich im Schuppen und leere bunte Flaschen wurden in die Gartenerde gesteckt. Ein chinesisches Sprichwort sagt: "Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt." Nun hat ja nicht jeder einen Garten, aber eine kleine Ecke auf dem Balkon oder auf der Terrasse reicht schon aus, um ein bisschen Gefühl für Feng Shui zu bekommen. Ein weiteres chinesisches Sprichwort können bestimmt viele Gärtner und Landfrauen, die einen Garten besitzen und auch pflegen bestätigen: "Wenn du für eine Stunde glücklich sein willst, betrinke dich. Willst du drei Tage glücklich sein, dann heirate. Wenn du aber für immer glücklich sein willst, werde Gärtner.". wd

 

„Spargel satt!“ Fahrt des Landfrauenvereins Gronau und Umgebung

Gronau. 11.05.2019. Zu einer lukullischen Tagesfahrt starteten 60 Landfrauen und Gäste in Gronau zum Arendsee (Altmarkt).

Zwischenstation war Salzwedel. Hier, in der Backstube der ältesten Baumkuchenfabrik der Stadt, wurde gezeigt, wie Baumkuchen hergestellt wird. Bei einem darauf folgenden Vortrag durften die verschiedenen Variationen probiert werden.

Danach war der Ort Arendsee das Ziel. Hier war ein 3gängiges Spargelessen vorbereitet worden, welches hervorragend schmeckte.

Anschließend führte die Fahrt nach Wolfsburg zur Autostadt. Am dortigen, direkt am Mittellandkanal gelegenen Schiffsanleger, begann eine einstündige Schifffahrt entlang der Autostadt. Während dieser Fahrt gab es sehr interessante und informative Erklärungen betr. Entwicklung und Firmengeschichte des VW-Werkes. Ein Kaffeegedeck rundete die Fahrt ab. Die Rückkehr in Gronau erfolgte nach diesem erlebnisreichen Tag gegen Abend.wd

 

Architektur in Hannover von den Landfrauen besichtigt.

Bei herrlichem Sonnenschein im Bus gefahren werden und dann noch wissenswertes erfahren, das macht Spaß. Sehr gut vor- und ausgearbeitet hatte Ursula Gust, zuständig für Reisen beim LandFrauenverein Gronau und Umgebung, wieder einmal einen Tagesausflug nach Hannover, der wegen der großen Nachfrage sogar an zwei Tagen angeboten wurde. Am neuen Rathaus stieg Gertrud Eckhardt, Reiseleiterin aus Hannover, mit in den Bus und begleitete Mitglieder und Gäste des Vereins durch die Straßen von Hannover. Vorbei an architektonisch schönen, alten und neuen Gebäuden. Die Gäste erfuhren wann diese Bauten entstanden sind, welche im Krieg zerstört und wieder aufgebaut wurden. An der Bugenhagenkirche führte der Weg vorbei, eine evangelisch-lutherische Kirche in der Südstadt. Sie wurde zwischen 1960 und 1962 nach Plänen des Karlsruher Architekten Werner Dierschke errichtet und am Ewigkeitssonntag 1962 eingeweiht. Sie ist benannt nach dem Reformator Johannes Bugenhagen und im Jahr 2015 in das Verzeichnis der Kulturdenkmale aufgenommen. Auffällig von außen zu sehen ist der Glockenturm, der neben der Kirche steht und die runde Form der Kirche ohne Fenster. Das nötige Licht fällt durch im Dach eingefügte Lichtschachte. Sehr beeindruckt waren die Teilnehmer vom Sinn des Aegidiushauses, einer selbständigen Kurzzeitpflegeeinrichtung für Kinder und junge Menschen mit Beeinträchtigungen im Alter von 0 bis 25 Jahren. Dort können die Gäste ein "Zuhause auf Zeit" erleben, um mit ihren Eltern und / oder Geschwistern Kraft zu tanken für den schweren Alltag, den sie bewältigen müssen. Im Palais Grote wurden die Landfrauen von Frau Sabine Möller, Lehrerin für Transzendentale Meditation empfangen und über diese in kurzen Zügen aufgeklärt. Neben der Besichtigung des Palais wurden die Teilnehmerinnen zu einer Tasse Ayurveda-Tee eingeladen. Ayurveda, das Gesundheitssystem der vedischen Hochkultur Indiens, beschreibt Vata als eine der drei Grundqualitäten der Natur. Bei ausgeglichenem Vata fühlt man sich energievoll, froh und enthusiastisch; der Geist ist ruhig, klar und wach. Dipl.-Päd. Sabine Möller bietet Termine für Transzendentale Meditation an. Das Palais Grote ist ein denkmalgeschütztes ehemaliges Adels-Palais aus der Zeit des Königreichs Hannover. Es wurde von Otto Goetze für den Grafen Adolf von Grote im Stil der Hannoversc hen Architekturschule und der englischen Gotik errichtet. Zur Zeit des Nationalsozialismus und während der Luftangriffe auf Hannover wurde das Palais 1943 durch eine Brandbombe der Alliierten getroffen und brannte nahezu vollständig aus. Es wurde wieder aufgebaut und unterschiedlich genutzt bis es zuletzt in den Besitz der Maharischi-Weltfriedensstiftung gelangte. Krönender Abschluss der Fahrt auf den Spuren der Architektur in Hannover war das Mittagsmenü im Restaurant "Der Gartensaal" im neuen Rathaus. Mit Blick auf den im herrlichen Sonnenschein liegenden Maschteich ließen sich die Landfrauen so richtig verwöhnen.